Es ist Freitag 8.00 Uhr morgens! Nach einem guten Frühstück und etwas zu viel Kaffee begebe ich mich in den Mostkeller um die zahlreichen Fässer einer gründlichen Reinigung zu unterziehen. Ich beginne also damit den Keller leerzuräumen und deponiere alles im Garten. Das Wasser im Boiler hat auch schon 70°C - perfekt! Die Wäsche kann beginnen.
Bewaffnet mit Gartenschlauch und "Kratzl" werden die Mostfässer von den Resten der edlen Flüssigkeit befreit. Vorwiegend an der Innenwand hat sich eine bräunliche Substanz abgelagert - beschreiben könnte man das Ganze als Apfelablagerungen - ist nicht unappetitlich, aber auch nicht wirklich schön. Ich bin der Meinung, dass die Fässer blitzsauber sein müssen.
In diesem Punkt unterscheide ich mich etwas von den höchst professionellen Mostherstellern in meiner Umgebung. Vorwiegend Grossbauern und Eigner von Buschenschenken zählen zu meinen Konkurrenten, aber da ich nicht vor habe meinen Most zu vermarkten müssen diese auch keine Angst vor mir und meinem Gärsaft haben. Ich will nicht behaupten, dass ich der einzige Saubermann bin, aber wenn ich mir ansehe mit welchen Äpfeln die Bauern bei der Mostpresse antanzen dann möchte ich nicht wissen wie es innerhalb deren Fässern ausschaut. Aber dazu kommen wir später.
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